Mit einem Rentenkredit auch im Ruhestand finanziell flexibel bleiben

Mit dem Eintritt ins Rentenalter beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Die Kinder sind aus dem Haus und die freie Zeit möchten die meisten Rentner und Rentnerinnen aktiv und abwechslungsreich gestalten. Ausgedehnte Reisen und andere Aktivitäten, auf die man lange Jahre verzichten musste, stehen nun auf dem Programm. Immer wieder drohen jedoch größere und oft auch unerwartete Ausgaben, für die keine Rücklagen vorhanden sind, die lange gehegten Träume zu zerstören. Ein Rentenkredit kann in diesen Fällen helfen, den finanziellen Aufwand über mehrere Jahre zu verteilen.

Was sind die Gründe für einen Kredit im Rentenalter?

Nicht nur unvorhergesehen Ausgaben, wie für eine Sanierung des Daches oder den barrierefreien Umbau der Wohnung oder des Hauses nach einem Unfall oder bei einer schweren Erkrankung können Gründe für einen Rentenkredit sein. Auch die Erfüllung von Wünschen – eine Kreuzfahrt, eine mehrwöchige Rundreise in einem fernen Land und einfache Notwendigkeiten, wie ein neuer Fernseher oder ein neues Auto können einen Kredit im Rentenalter erforderlich machen.

Warum sind die Geldinstitute bei der Kreditvergabe an Rentner zurückhaltend?

Für Kreditinstitute besteht bei jeder Kreditvergabe das Risiko, das verliehene Geld nicht wieder zurück zu erhalten. Mit zunehmenden Alter der Kreditnehmer steigt dieses Ausfallrisiko für die Banken. Die berechtigte Sorge, dass Kreditnehmer im höheren Alter vor der vollständigen Rückzahlung des Darlehens schwer erkranken oder versterben, veranlasst die Geldinstitute, bei der Kreditvergabe an Rentner sehr zögerlich zu handeln.

Was sind die häufigsten Gründe, warum Banken einen Kredit für Rentner ablehnen?

Für viele Banken ist das Alter der Antragsteller ein grundsätzlicher Ablehnungsgrund. Jede Bank kann individuell festlegen, ab welcher Altersgrenze sie keine Kredite mehr vergeben will. Eine allgemeingültige oder gesetzlich vorgeschriebene Altersgrenze existiert allerdings nicht.

Ein weiterer Verweigerungsgrund kann eine zu geringe Rente sein. Die meisten Banken setzen für eine Kreditvergabe eine Mindestrente von 1.000 Euro voraus. Zudem sollte die Rente die laufenden Ausgaben für die Lebensführung deutlich übersteigen, sodass genügend Spielraum vorhanden ist, um die Raten für einen Kredit bezahlen zu können. Ist dies nicht gegeben, wird der Kredit in aller Regel nicht gewährt. Nicht zuletzt wird die Kreditzusage durch die Bank bei einer negativen Schufa-Auskunft verweigert.

Wie hoch ist die durchschnittliche Altersobergrenze?

75 Jahre ist bei vielen Banken die Altersobergrenze für eine Kreditvergabe. Einige Geldhäuser ziehen die Grenze schon bei 70 Jahren, andere wiederum erst bei 80 Jahren. Und bei der ein oder anderen Bank ist es bereits ab einem Alter von 65 Jahren sehr schwierig, noch einen Rentenkredit zu erhalten. Ein Vergleich der Konditionen kann sich also lohnen.

Wie können die Chancen auf einen Rentenkredit erhöht werden?

Die Chancen auf einen positiven Kreditentscheid der Banken können Rentner deutlich erhöhen, wenn ein Mitantragsteller für den Rentenkredit angegeben wird. Ebenso wird meist auch ein Bürge von den Banken akzeptiert. In beiden Fällen sind dies oft die Kinder des Antragstellers. Voraussetzung für die Akzeptanz durch die Bank ist, dass Mitantragsteller oder Bürgen über ein ausreichendes Einkommen und eine tadellose Schufa-Auskunft verfügen. Weitere Möglichkeiten, die Chancen auf einen Rentenkredit zu erhöhen sind Sicherheiten, die der Bank zur Verfügung gestellt werden, wie zum Beispiel:

  • Grundpfandrechte in Form einer Hypothek oder Grundschuld
  • eine Lebensversicherung
  • Wertpapiere. Aktienfonds und Sparguthaben

Zusätzlich verlangen die meisten Kreditinstitute noch den Abschluss einer Restschuldversicherung, die bei einem vorzeitigen Versterben des Kreditnehmers die Rückzahlung der verbleibenden Kreditsumme übernimmt.

Wer muss den Kredit bezahlen, wenn der Kreditnehmer vorzeitig verstirbt?

Wenn keine Restschuldversicherung oder Sicherheiten für den Rentenkredit vorhanden sind, wird sich die Bank zunächst – falls vorhanden – an die Mitantragsteller oder die Bürgen wegen der Begleichung der restlichen Kreditsumme wenden.

Grundsätzlich haften jedoch die Kinder im Zuge der Erbfolge mit ihrem gesamten Vermögen für die Schulden der Eltern. Somit haften sie auch für einen Rentenkredit, den die Eltern oder ein Elternteil zu Lebzeiten aufgenommen haben.

Fazit

Heute ist es für Rentner und Pensionäre leichter als noch vor 10 Jahren, einen Rentenkredit zu erhalten. Allerdings sind die Konditionen für einen Rentenkredit oft deutlich ungünstiger, als ein vergleichbarer Ratenkredit für Kreditnehmer, die das Rentenalter noch nicht erreicht haben. Dennoch kann ein Rentenkredit helfen, größere Ausgaben auch im Rentenalter noch aus eigener Kraft zu bewältigen und sich den ein oder anderen Wunsch zu erfüllen.

Leave a Reply

Your email address will not be published.


*