Gehaltskonto – kostenfrei oder mit Gebühren?

Das Gehaltskonto dient für die Überweisung des Lohns durch den Arbeitgeber. Für die meisten Menschen ist es das zentrale Konto. Fast alle wichtigen, privaten Geldbuchungen finden auf dem Gehaltskonto statt, wie beispielsweise die Abbuchung der Miete, Stromkosten, Versicherungen, EC-Karten-Zahlungen, usw. Die monatliche Gutschrift des Arbeitslohns gibt dem Konto den Namen Gehaltskonto.

GEBÜHRENFREIHEIT PRÜFEN

Im Prinzip ist ein Gehaltskonto ein normales Girokonto mit monatlich wiederkehrenden, regelmäßigen Einnahmen – auch Rente, Sozialleistungen, Tantiemen und viele mehr gelten in diesem Fall als regelmäßige Einnahmen. Die meisten Geldinstitute bieten ein solches Konto kostenlos an. Vielfach gilt die Gebührenfreiheit nur für einen Zeitraum von 12 Monaten oder es wird ein bestimmter Mindestbetrag als Geldeingang verlangt. Wer jedoch den Mindestbetrag nicht erreichen kann, muss die üblichen Gebühren zahlen. Grundsätzlich sollte der Mindestbetrag nicht höher als 1.250 Euro ausfallen. Insbesondere Geringverdiener sollten darauf achten, dass ihr Konto gebührenfrei ist und keine Mindest-Gehaltshöhe verlangt wird. Schüler, Studenten oder Auszubildende (siehe hier) sind von dem Mindestbetrag nicht betroffen.

FILIAL-BANK ODER ONLINEBANK

Kostenvorteile gegenüber Filialbanken bieten fast alle Direktbanken. Da die Direktbanken – oder auch Onlinebanken- weder über Personal- noch über Vertriebskosten verfügen, bieten sie in den meisten Fällen gebührenfreie Konten an. Generell bieten Onlinebanken fast alles, wie Geldabheben, Online-Überweisungen, Daueraufträge und vieles mehr. Ebenso bieten viele Direktbanken ein kostenloses Tagesgeldkonto an. Das Sparkonto stellt auch für kleinere Vermögen eine sichere Geldanlage dar und wird parallel zum Girokonto geführt.

Problematisch ist, dass nicht immer Geldautomaten und Filialen zum Geldabheben oder Einzahlen zur Verfügung stehen. Jedoch verfügen einige Onlinebanken über sogenannte Bankmütter, welche die Möglichkeit bieten, am Schalter das Geld einzubezahlen. Sollten sich Kunden also für eine Onlinebank entscheiden, so sollten sie vorab prüfen, ob sie einfach und unproblematisch Geldeinzahlungen und Auszahlungen vornehmen können.

Im Gegenzug erhält der Kunde einer Filial-Bank Service und Beratung, was bei Onlinebanken meist nur telefonisch möglich ist. Entscheiden sich Interessierte für eine normale Bank, sollte darauf geachtet werden, dass diese einem Verband angehört – denn dann kann der Kunde die Geldautomaten aller beteiligten Banken kostenfrei nutzen.

Zahlreiche Vorteile erhalten beispielsweise Kunden der DKB Bank. Sie gewährt eine kostenlose Nutzung aller Geldautomaten –dieser Service gilt weltweit. Dem „CashPool-Verband“ angeschlossen ist hingegen die Netbank, so dass auch dieser Service kostenlos ist.

Wer sich als Arbeitnehmer für ein Gehalts- oder privates Girokonto (Kontokorrent-Konto) entscheidet, sollte die Angebote unter den Anbietern aufmerksam vergleichen.

GEHALTSKONTO BEI EINER FILIAL-BANK EMPFEHLENSWERT?

Interessenten sollten sich daher vor Vertragsabschluss in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Banken und Sparkassen erkundigen. Die jeweiligen Kosten eines Gehaltskontos ergeben sich aus den monatlichen Grundgebühren, die von Bank zu Bank unterschiedlich sind und in der Regel zwischen 5 und 6 Euro liegen, sowie aus den Kosten der jeweiligen Buchungsvorgänge, die zum Beispiel durch das Einreichen von Überweisungen entstehen. Entweder bieten die Banken ihren Kunden ein kostenloses Gehaltskonto an, bei dem die Gebühren für die Buchungsvorgänge wieder entsprechend hoch sind. Oder aber es fallen keine oder nur geringe Buchungsgebühren an, dafür ist aber eine Pauschale für das Girokonto fällig. Je nach Häufigkeit der Buchungen können sich Verbraucher für das eine oder andere Modell entscheiden. Meist gewähren die Banken noch einen zusätzlichen Bonus in Form eines Kontokorrentkredits (Dispokredit). Auch eine Maestro-/EC-Karte gehört bei den meisten Banken zwischenzeitlich zum Angebot.

GEBÜHRENFREIES GEHALTSKONTO IM NETZ

Ist das Konto Gebührenfrei, dann sollten auch für die Maestro-Karte keine Gebühren anfallen. Solche Angebote sind meist nur bei den Online-/Direktbanken zu erhalten. Grundsätzlich sollten Verbraucher darauf achten, dass sie nicht mit bestimmten Lockvogelangeboten geködert werden. Denn viele der angebotenen Konten sind nur unter ganz gewissen Voraussetzungen kostenlos, bspw. durch den Abschluss einer Versicherung oder durch die Festsetzung eines bestimmten monatlichen Gehaltseingangs. Mit einem entsprechenden Girokontenvergleich erhalten Interessenten ein auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Gehalts- oder Girokonto.

Ein zusätzlicher Kostenvergleich sollte über die Höhe der Zinsen für den Dispokredit angestrebt werden. Ein solcher kann vor Eröffnung des Gehaltskontos von großem Nutzen sein. Zwar bewerben die meisten Anbieter heutzutage ihre Angebote als kostenlos oder kostenfrei – allerdings nehmen einige Anbieter diesen Begriff nicht wörtlich. Nur seriöse Anbieter bieten ein kostenloses Angebot, das alle Grundleistungen eines Gehaltskontos mit einschließt. Ein kostenloses oder kostenfreies Giro- oder Gehaltskonto hat keine monatlichen Grundgebühren, es entstehen zudem keine Kosten für das Einrichten von Daueraufträgen und es fallen auch keine Gebühren für Überweisungsaufträge und Lastschriften an.

GESCHÄFSKONTO FÜR SELBSTSTÄNDIGE

Unternehmer oder Selbständige (Freiberufler) benötigen hingegen ein Geschäftskonto. Auch letzteres wird wie ein ganz normales Konto geführt, dient allerdings der korrekten Trennung von privaten und geschäftlichen Vorgängen.

Ein Wechsel von der bisherigen Bank zu einer Direktbank ist dabei völlig problemlos. Die jeweiligen Einzelheiten für einen Bank- oder Girokontowechsel gehen aus den Allgemeinen Geschäftsverbindungen der jeweiligen Kreditinstitute hervor. Auf Grund der Masse der Angebote sollte vor Vertragsabschluss ein Girokonto-Vergleich vorgenommen werden.

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