Bausparvertrag - Baugeld zu guten Konditionen beschaffen
Viele Bauherren unterschätzen leider das Risiko, das sich aus einem zu knapp bemessenen Eigenkapital ergeben kann. In der Vergangenheit hat es sogar schon Fälle gegeben, wo Eigentumswohnungen und Häuser in der Art finanziert worden sind, dass für das Eigenkapital ein zweiter Kredit zu oft hohen Zinsen aufgenommen werden musste.
In einigen Fällen ist das gut gegangen, aber bei der grossen Mehrheit kam es zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die am Ende in einem Notverkauf des erworbenen Wohneigentums endeten. Das kann man sich im wahrsten Sinne des Wortes ersparen, indem man sich Kapital bereits im Vorfeld eines Kaufs anspart.
Klassiker Bausparvertrag
Eine gute Lösung stellt dafür der Bausparvertrag dar. Er bietet vernünftige Zinsen während der Ansparphase und der Wartezeit bis zur Zuteilung und kombiniert das mit guten Zinsen, die man für das spätere Baudarlehen schon von Anfang an vertraglich garantiert bekommt.
Diese Form des gemeinschaftlichen Sparens ist schon einige Jahrtausende alt und hat ihre Daseinsberechtigung auch heute noch nicht verloren. Als staatliche Hilfen für den Bausparvertrag als Vorbereitung auf das Baugeld stehen die Bausparzulage sowie die Arbeitnehmersparzulage zur Auswahl.
Letztere hätte zusätzlich den Vorteil, dass man Beitragsanteile für die Sozialversicherung sparen kann, denn die auf diese Weise ausgezahlten Anteile des Arbeitseinkommens werden nicht als versicherungspflichtiges Einkommen bei der Berechnung der Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung und Rentenversicherung herangezogen.
Versicherungsbeiträge und Baufinanzierung
Versicherungsbeiträge und die Baufinanzierung können auch an anderer Stelle in einen sinnvollen Zusammenhang gebracht werden. Die Rückkaufswerte von Kapitalversicherungen werden von den Banken genau wie Sparguthaben besonders gern als Sicherheit für einen Kredit genommen, weil sie sich im Bedarfsfall schnell und einfach verwerten lassen.
Allerdings benötigt man für eine solche Verpfändung die Einverständniserklärung von der Versicherungsgesellschaft. Diese Vorgehensweise ist bei der staatlich geförderten Altersvorsorge allerdings nicht möglich. Bei der Wohn Riester kann jedoch ein grösserer Anteil förderunschädlich auch für die Anschaffung von Wohneigentum verwenden.
Hier besteht allerdings der Zwang, es selbst nutzen zu müssen. Der bisher bestehende Zwang, dieses auf deutschem Boden errichten oder kaufen zu müssen, wurde durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom September 2009 aufgehoben.
Eine Baustelle sollte stets gut versichert werden
Rund um die künftige Baustelle sind auch andere Versicherungen sinnvoll. In Abhängigkeit vom Baufortschritt sollte die Wohngebäudeversicherung angepasst werden. Der Bauherr sollte sich selbst und seinen eventuellen Helfern auf jeden Fall auch eine Unfallversicherung zukommen lassen.
Für die Mitwirkenden steht dafür die Bauhelferversicherung zur Verfügung. Auch eine Rechtsschutzversicherung ist sinnvoll, denn erfahrungsgemäss muss der Rechtsschutz im Zusammenhang mit einem Hausbau leider ziemlich oft in Anspruch genommen werden. Doch Vorsicht, denn hier gilt es, Wartefristen beachten zu müssen.
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